Mietvertrag: Auf diese Inhalte sollten Vermieter achten

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Ein Mietvertrag muss nicht schriftlich abgeschlossen werden. Auch ein mündlicher Vertrag hat vor dem Gesetz seine Gültigkeit. Schließen Vermieter und Mieter jedoch einen schriftlichen Mietvertrag, kann das späteren Streitigkeiten vorbeugen. Sofern der Mietvertrag einige wesentliche Punkte beinhaltet.

Mietvertrag, Vermieter, Foto: stokkete/fotolia.com
Bei der Vorbereitung des Mietvertrags sollten Vermieter darauf achten, dass einige wichtige Punkte enthalten sind. Foto: stokkete/fotolia.com

Die Suche nach einem geeigneten Mieter ist für Wohnungseigentümer nicht einfach. Oft gibt es zahlreiche Bewerber und Unklarheiten, wie zahlungskräftig und zuverlässig ein Interessent ist. Ist der geeignete Mieter gefunden, hilft ein guter Mietvertrag dabei, späteren Streitigkeiten vorzubeugen.

Was in keinem Mietvertrag fehlen darf

Streitigkeiten lassen sich vermeiden, indem bestimmte Punkte schriftlich im Mietvertrag festgehalten werden:

Die Vertragspartner

Mietvertrag, Grafik: immowelt.at

Wer Vermieter und wer Mieter ist, sollte im Mietvertrag genau angegeben sein. Haben mehrere Mieter einen Mietvertrag unterzeichnet, entsteht eine sogenannte Solidarschuld. Das bedeutet: Alle unterzeichnenden Mieter sind gleichermaßen dafür verantwortlich, dass der Mietzins regelmäßig und rechtzeitig auf das Konto des Vermieters wandert. Für Vermieter ist dies ein Vorteil – falls die Miete einmal nicht rechtzeitig gezahlt wird, können sie sich heraussuchen, von wem sie den Mietzins verlangen.

Link-Tipp

In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen zum Thema gemeinsamer Mietvertrag.

Das Mietobjekt

Mietvertrag, Grafik: immowelt.at

Vermieter sollten im Mietvertrag genau festlegen, was sie vermieten. Das hört sich zunächst banal an, kann aber wichtig sein, wenn es beispielsweise darum geht, ob bestimmte Gemeinschaftsräume mitbenützt werden dürfen – etwa eine Waschküche. Auch wenn beispielsweise eine Garage mitvermietet wird, sollte dies genau benannt werden. Ebenfalls nicht fehlen sollte die Größe des Mietobjekts in Quadratmetern und die vereinbarte Nutzungsart – privat oder gewerblich.

Die Vertragsdauer

Mietvertrag, Grafik: immowelt.at

Es gibt sowohl unbefristete als auch befristete Mietverträge. Bei befristeten Verträgen sollte in jedem Fall die Vertragsdauer angegeben werden. Gilt für einen Mietvertrag das Mietrechtsgesetz, beträgt die Laufzeit mindestens drei Jahre.

Link-Tipp

In diesem Artikel finden Sie weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen befristeten und unbefristeten Mietverträgen.

Kaution

Mietvertrag, Grafik: immowelt.at

Indem er eine Mietkaution verlangt, möchte der Vermieter sich für den Fall absichern, dass der Mieter die Wohnung beschädigt hat und daraufhin Reparaturen notwendig sein sollten. Die Höhe der Kaution sollte im Mietvertrag festgehalten werde. Zulässig sind dabei laut Oberstem Gerichtshof bis zu sechs Monatsmieten (Az.: 5 Ob 2217/96).

Hausordnung

Mietvertrag, Grafik: immowelt.at

In den meisten Mietshäusern gibt es eine verbindliche Hausordnung, die der Mieter gleichzeitig mit der Unterschrift unter dem schriftlichen Vertrag verbindlich zur Kenntnis nimmt. Der Hinweis auf diese Hausordnung sollte im Vertrag selbst nicht fehlen.


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